Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga stammt ursprünglich aus dem Manuskript Yoga Korunta von Vamana Rishi. Basierend auf diesen Texten, wurde das Yoga vom Lehrer Krishnamacharya (1888-1989) unter anderem ab 1927 an K. Patthabi Joiz weitergegeben, welcher daraus Ashtanga Vinyasa Yoga entwickelte.

Es wird heute von Angehörigen der Familie von K. Pattabhi Jois in Mysore, Indien gelehrt und zählt zu den ausgefeiltesten, aber auch schwierigsten Systemen des Hatha Yoga. Jede Asana (Stellung) beginnt mit einer Ein- und endet mit einer Ausatmung, woraus eine fliessende Sequenz entsteht. Die Asanas werden in mehreren definierten Serien in immer derselben dynamischen Abfolge praktiziert.

Absicht

Der dynamische und strukturierte Ansatz von Ashtanga Yoga hilft, auf praktischer sowie philosophischer Ebene durch Wahrnehmung und Beobachtung des eigenen Körpers, der darin fliessenden Energien und des Geistes, dem alltäglichen Stress mit Gelassenheit und klarem Geist zu begegnen. Durch die regelmässige Praxis baut der Körper Kraft, Flexibilität und Gleichgewicht und der Geist mehr Bewusstsein auf.

Elemente

Vinyasa (Atmungs- und Bewegungssystem): 

Jede Asana beginnt mit einer Ein- und endet mit einer Ausatmung, woraus eine fliessende Sequenz entsteht. 

Tristhana:

Dabei handelt es sich um die drei Orte der Achtsamkeit oder Bewegung: Stellung, Atmung und Fokuspunkt des Blickes. Diese beziehen sich auf die drei Ebenen der Säuberung: den Körper, das Nervensystem und den Geist, welche alle miteinander verbunden sind und zusammen arbeiten.

  • Asana: Die Stellung, welche den Körper säubert, stärkt und flexibler macht. 
  • Atmung: Der Atem, welcher beim einatmen gleich lange dauert wie beim ausatmen, reinigt das Nervensystem. Wichtige Komponenten des Atemsystems sind Mula Bandha (Wurzelverschluss) und Uddiyana Bandha (Bauchkontraktion), welche während der Ashtanga Praxis ausgeführt werden.
  • Dristhi: Der Fokuspunkt des Blickes, welcher den Geist reinigt und stabilisiert. Definiert werden neun Drishtis: die Nase, der Punkt zwischen den Augenbrauen, der Nabel, der Daumen, Hände, Füsse, nach oben, links oder rechts schauen.